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1.
Tag:
Heute fliegen Sie mit Air France von Deutschland nach Antananarivo (von
den Einheimischen liebvoll „Tana“) genannt. Empfang
am
internationalen Flughafen durch Ihren deutschsprachigen Reiseleiter und
Transfer ins Hotel. Übernachtung mit
Frühstück im Hotel
la Varangue.
2.
Tag: Nach
dem kräftigen Frühstück fahren Sie zum
Lemurenpark. In
diesem kleinen Park leben ca. 50 dieser niedlichen Tiere in
Halbfreiheit. Niemand hindert sie daran, wegzulaufen, aber die
Kochkünste der Parkverwalter scheinen eine wichtige Motivation
zu
sein, im Park zu bleiben. Nach einer sehr guten Einführung in
die
Artenvielfalt dieses außerordentlichen Landes fahren Sie nach
Andasibe, durch eine Landschaft, die durch ihre ineinander
verschachtelten Reisfelder und bewaldeten Hügel
geprägt ist.
Direkt an der Bahnstation zum Nationalpark Perinet beginnt der
Regenwald. Noch vor dem Abendessen machen Sie einen ersten Besuch im
Reservat, um die nachtaktiven Mausmakis aufzuspüren. Diese
Winzlinge mit rotem Fell sind nur 10 Zentimeter groß und
bringen
kaum 50 Gramm auf die Waage. Der Mausmaki ist ein Allesfresser und
ernährt sich vorwiegend von Beeren und kleinen Insekten.
Übernachtung mit Halbpension in der Grace Forest
Lodge.
3.Tag:
Ein voller Tag ist vorgesehen, um den Perinet-Nationalpark und den
12.000 ha großen Mantadia-Nationalpark zu erkunden. Hier
trifft
man auf den größten Lemuren, den Indri-Indri, der
sich durch
seine schaurig klingende Rufe bemerkbar macht. Jeden Tag zur gleichen
Zeit bricht im Regenwald ein großes Geschrei los, wenn die
Indri-Sippen sich untereinander verständigen und somit ihre
Reviere voneinander abgrenzen. Der Indri-Indri ist 70 cm groß
und
ca. 7 Kilo schwer. Er hat ein schwarzes Fell mit weißen
Flecken
und im Gegensatz zu allen anderen Lemuren nur einen kurzen
Stummelschwanz. Indri-Indris sind Vegetarier, bevorzugen die
Wipfel der größeren Bäume und leben in
Gruppen von
mehreren Tieren. Auch fast alle Chamäleonarten sind im
Schutzgebiet vertreten. Man trifft auf eine Vielzahl
farbenprächtigster Schmetterlinge, in der Dämmerung
surren
die schwerfälligen Nashornkäfer durch die Luft. Sie
übernachten in einer Lodge mitten im Primärwald mit
der
typischen Vegetation des regenreichen Ostens, darunter Farne, Orchideen
und Edelholzbäume. Sie können auch den Privatpark des
Vakôna Hotels besuchen und dort die fast handzahmen Lemuren
verschiedener Arten bewundern. Übernachtungen mit Halbpension
in
der Grace Lodge.
4.
Tag:
Nach dem Frühstück fahren Sie auf den kurvenreichen
Straßen des Hochlands zurück nach Antananarivo und
weiter
nach Antsirabe. Ob Sie unterwegs einen Blick auf den
dritthöchsten
Gipfel von Madagaskar werfen können (2643 m), hängt
mit
seinem Namen zusammen: Er heisst Tsiafajavona, was so viel bedeutet wie
„immer in Wolken“. Man sieht auch viel
Landwirtschaft,
Mais- und Gemüseanbau. Ankunft in Antsirabe und Zimmerbezug in
Ihren Hotel. Übernachtung mit Halbpension im Hotel Chambres du
Voyageur.
5.
Tag:
Die Madagassen sind handwerklich sehr geschickt. Viele handwerklichen
Techniken wurden aus der arabischen Kultur überliefert. Man
findet
auf Madagaskar ganze Orte, die sich auf die Herstellung von nur einem
Produkt spezialisiert haben. In der Kleinstadt Ambositra zum Beispiel,
wo Sie eine Pause einlegen, um einige Ateliers zu besuchen, wird das
Tischler- und Schreinerhandwerk großgeschrieben. Alle
erdenklichen Möbelstücke werden von Hand gefertigt
und mit
kunstvollen Holzeinlegearbeiten verziert. Nach dem Besuch eines
Ateliers in Ambositra fahren Sie weiter nach Ranomafana, wo Sie abends
antreffen. Übernachtung mit Halbpension in der Domaine Nature
Lodge.
6.
Tag:
Im Regenwald von Ranomafana entdeckte man 1986 den Goldenen
Bambuslemuren, der sich nur von den stark
blausäuresalzhaltigen
Bambussprösslingen ernährt. Das Gift würde
die Tiere
umbringen, wenn sie nicht zur Kompensation eisenhaltige Erde fressen
würden. Der Goldene Bambuslemur gilt als die seltenste
Lemurenart,
denn bisher sind nur wenige Exemplare bekannt. Mit etwas Glück
treffen Sie in dieser Gegend auf eine madagassische Boa, die bis zu 4
Meter lang werden kann. Diese Würgeschlange ist für
die
Menschen ungefährlich; bei einer Begegnung schlägt
sie sich
sofort in den Büsche und verschwindet.
Am Nachmittag besuchen Sie das Thermalbad, dem Ranomafana seinen Namen
verdankt (Ranomafana heißt "heißes Wasser").
Übernachtung mit Halbpension in Ihrer Lodge.
7.
Tag:
Nach dem Frühstück fahren Sie nach Ranohira und
machen
unterwegs Halt in Ambalavao, um die Weinkeller zu besichtigen. Sie
begründen den Ruf des Weines der Gegend um Betsileo. Diese
Ortschaft ist auch bekannt durch ihr Papier, das man noch heute nach
einer überlieferten arabischen Methode herstellt. Der aus
Avohapflanzen zubereitete und mit Wasser aufgeschwemmte Brei wird zur
Weiterverarbeitung in einen Holzrahmen geleitet. Nach dem Ablassen des
Wassers setzt sich eine dünne Schicht auf dem Netz des
Rahmenbodens ab. Die Frauen belegen sie mit frischen Blüten
und
Blättern, so entstehen Bilder von einmaliger
Schönheit. Etwa
12km hinter Ambalavao machen Sie einen weiteren Stopp, um das kleine
Reservat Anja zu besichtigen. Hier können Katta-Lemuren
(Ringelschwanzmakis) in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet
werden. Schließlich fahren Sie weiter über Ihosy und
das
Plateau von Horombe nach Ranohira. Übernachtung mit
Halbpension im
Hotel Isalo Ranch.
8.
Tag:
Weite Gebiete der madagassischen Bergwelt sind bisher für den
Tourismus noch unerschlossen. Das größte
zusammenhängende Bergmassiv Madagaskars ist das Isalogebirge
im
Südwesten. Der gesamte nördliche Bereich ist als
Nationalpark
ausgewiesen. Sie haben zwei Tage vor sich, um den Park während
ausgedehnten Wanderungen zu erforschen. Bereits bei der Anfahrt von
Ranohira zum Ausgangspunkt der Exkursionen wechselt die Landschaft
mehrmals ihr Gesicht. Gelbes Steppengras umsäumt die
unzähligen Termitenhügel und bizarre Sandsteinfelsen
bilden
ein wunderbares Farbenspiel der Natur. Je höher man aufsteigt,
desto größer ist der Lohn für die
Anstrengung, denn es
bieten sich einmalige Ausblicke in die nahen Täler und auf die
fantasievollen Gebilde des Kalksandsteingebirges mit seinen Felsen und
Schluchten und seiner außergewöhnliche Fauna und
Flora.
Übernachtungen mit Halbpension im Hotel Isalo Ranch.
9.
Tag:Nach
dem Frühstück fahren Sie über eine
schnurgerade Strasse,
vorbei an hohen Büschen und kleinen Kaktuswäldern,
unterbrochen von einigen typischen Grabstätten des Mahafaly-
Stammes. Übernachtung mit
Halbpension im Victory Hotel.
10. Tag: Vormittag
erfolgt die Bootsfahrt ans Meer nach Anakao, am Kanal von Mosambik.
Anschließend fahren Sie mit dem Fahrzeug weiter in den
Tsimanampetsotsa-Nationalpark, welcher auf einem Kalkplateau am Ufer
eines Sees nur wenige Kilometer von der Küste des Kanals von
Mosambik entfernt liegt. Die größte Attraktion des
Parks
sind die rosa Flamingos, aber auch mehrere Lemurenarten, darunter
zahlreiche Kattas, können hier problemlos beobachtet werden.
Während eines ersten Rundgangs an den westlichen Rand des Sees
werden Sie viele Schildkröte beobachten können. Sie
übernachten heute in einer kleinen Ortschaft am Meer
ungefähr
drei Kilometer vom Park entfernt. Übernachtung mit Halbpension
im
Hotel Domaine d’Ambola.
11.
Tag: Nach
dem Frühstück unternehmen Sie einen
ganztägigen Besuch
des Parks. Der Weg zu den alten Grabanlagen bietet einen guten Ausblick
auf die Trockenwaldpflanzenarten Tsimanampetsotsas (knapp 90 % aller
Pflanzenarten sind hier endemisch!), welche die Hauptnahrung der hier
lebenden zahlreichen Lemuren ausmachen. Übernachtung wie am
Tag
zuvor.
12.
Tag:
Vormittag erfolgt die Bootsfahrt zurück nach Tulear, da sonst
die
Strömung zu stark wird. Stadtbesichtigung in Tulear mit Besuch
des
Arboretums und des lokalen Muschelmarktes. Übernachtung mit
Halbpension.
13. Tag:
Heute in der Früh fliegen Sie nach Morondava. Dort angekommen
fahren Sie nach Kirindy, einem Privatreservat, welches sich ca. 2
Autostunden nördlich befindet. Unterwegs passieren Sie die
berühmte Allee der Baobabs. Was für ein wunderschönes
Fotomotiv stellen die silbernen Stämme dar! Vor allem die
Spiegelungen der Bäume auf den überschwemmten Reisefeldern
lassen sich wunderbar aufnehmen. Am Weg bestaunen Sie die geflochtenen
Stämme zwei Affenbrotbäume, die ineinander verschlungen
gewachsen sind. Gegen Mittag kommen Sie in Kirindy an. Noch vor dem
Mittagessen, bevor es heißer wird, unternehmen Sie eine erste
Wanderung im Reservat. Kirindy ist nebst Ampijoroa, südlich von
Majunga, einer der letzten erhaltenen Laubwälder Madagaskars, die
einst einen großen Teil der Inselfläche bedeckten.
Allmählich fielen ganze Baumhaine der Brandrodung zum Opfer, bis
ein ganzes, unwiederbringliches Ökosystem, beinah an die Grenze
der Ausrottung gebracht wurde. Heute soll der gerettete Wald von
Kirindy in ein 30.000 ha großes Schutzgebiet in der Menabe Region
eingegliedert werden, was einen riesigen Schritt in Sachen Naturschutz
bedeutet. Das deutsche Primatenzentrum scheint von der Einzigartigkeit
dieses Ortes angezogen zu sein und erforscht seit Kurzem die dort
lebenden Lemuren. Und davon gibt es in Kirindy eine Menge! Denn Kirindy
ist zweifellos eins der besten Schutzgebiete Madagaskars, was die
Tierbeobachtung angeht. Tagsüber kann man Gruppen von niedlichen
Verreaux Sifakas zwischen den Bäumen springen beobachten.
Außerdem ist Kirindy die Heimat der „giant jumping
rat“, einem rattenähnlichen Nager, der die ungefähre
Größe eines Kaninchens hat. Die Essensreste um das
Restaurant ziehen öfters Fossas (die madagassische Raubkatze) an.
Am frühen Abend heißt es wieder nach Morondava
zurückzufahren, wo Sie einem ganz außergewöhnlichen
Naturspektakel auf halber Strecke beiwohnen. Es ist ein Privileg die
Allee der Baobabs in den kräftigen Sonnenstrahlen der
Abenddämmerung zu genießen. Das Einschlafen dieser
Postkartenkulisse unter dem glühenden Himmel wird sicher
unzählige Fotos wert sein. Zurück in Morondava
übernachten Sie im Hotel Renala.
14.
Tag: Heute
setzen Sie Ihre Reise nach Belo sur Mer fort. Die Fahrt dorthin
führt über eine wenige befahrene Sandpiste, welche
tiefe
Eindrücke in eine faszinierende Welt anbietet. Belo,
südlich
von Morondava, ist ein traditionelles, kleines Vezo-Dorf, welches einen
großen Aufschwung durch die Entstehung traditioneller
Schiffswerften erlebt hat. Hier werden große Lastensegler
heute
noch komplett aus Holz ohne ein einziges Element aus Metall
gebaut. Abends übernachten Sie in einem
Bungalow der
sehr schönen Anlage Ökolodge du Menabe.
Übernachtung mit
Halbpension.
15.
Tag: Der
heutige Tag dient zu einem Tagesausflug zum nah gelegenen Kirindy
Mitea-Nationalpark. Wie das nördlich benachbarte Schutzgebiet
besteht dieser erstaunlich wenig bekannte Nationalpark auch aus
Trockenwald, und zwar aus einem der längsten
zusammenhängenden Trockenwaldstreifen auf der Insel. In diesem
geheimnisvollen Nationalpark leben acht Lemurenarten, darunter auch die
allerkleinsten, die Bilchmakis. Zurück in Belo sur Mer
übernachten Sie mit Halbpension in Ihrem Hotel.
16.
Tag: Der
heutige Tag steht Ihnen zur freien Verfügung. In der von
Madagaskars größten Korallenriff geschützte
Lagune
können Sie Baden, Schnorcheln und sogar mit einer
traditionellen
Vezo-Boot auf See zum intakten Korallenriff zum Tauchen fahren
(Tauchausflüge werden vom Hotel angeboten.) Am frühen
morgen
lohnt immer ein Spaziergang am Strand. Die einheimischen Fischern des
Vezo-Stammes besteigen ihre fragilen Segelboote, um bis ans Ende der
Lagune hinausfahren, während die mit Avocado-Creme
eingeschmierten
Gesichter der Vezo-Frauen sich auf den weißen Sand zuwenden,
um
Seeigel zu sammeln. Am späten Nachmittag müssen Sie
sich
langsam von diesem verschlafenen Küstenortchen verabschieden.
Es
erfolgt die Fahrt zurück nach Morondava. Vor dem Abendessen
bleibt
vielleicht etwas Zeit, um am weitläufigen Strand von Morondava
zu
spazieren. Morondava selbst ist nicht besonders schön. Nosy
Kely,
die wunderschöne Halbinsel im Süden der Stadt,
brilliert mit
herrlichen Stränden und einen besonderen karibischen Flair.
Übernachtung mit Halbpension in Ihrem Hotel.
17.
Tag:
Am kleinen, ländlichen Flughafen von Morondava besteigen Sie
Ihre
Kleinmaschine nach Tana. Je nach Ankunftszeit wird eine kurze,
Nachmittagstour durch die Altstadt möglich sein. Abends
Transfer
zum Flughafen und Rückflug. Ankunft am 18. Tag
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