HEADER
top
Madagaskar Reise in den Südwesten
17 - Tägige Tierbeobachtungsreise durch den Süden und Westen Madagaskars
2. Tourenverlauf
map_tour

1. Tag: Heute fliegen Sie mit Air France von Deutschland nach Antananarivo (von den Einheimischen liebvoll „Tana“) genannt. Empfang am internationalen Flughafen durch Ihren deutschsprachigen Reiseleiter und Transfer ins Hotel. Übernachtung mit Frühstück im Hotel la Varangue.

2. TagNach dem kräftigen Frühstück fahren Sie zum Lemurenpark. In diesem kleinen Park leben ca. 50 dieser niedlichen Tiere in Halbfreiheit. Niemand hindert sie daran, wegzulaufen, aber die Kochkünste der Parkverwalter scheinen eine wichtige Motivation zu sein, im Park zu bleiben. Nach einer sehr guten Einführung in die Artenvielfalt dieses außerordentlichen Landes fahren Sie nach Andasibe, durch eine Landschaft, die durch ihre ineinander verschachtelten Reisfelder und bewaldeten Hügel geprägt ist. Direkt an der Bahnstation zum Nationalpark Perinet beginnt der Regenwald. Noch vor dem Abendessen machen Sie einen ersten Besuch im Reservat, um die nachtaktiven Mausmakis aufzuspüren. Diese Winzlinge mit rotem Fell sind nur 10 Zentimeter groß und bringen kaum 50 Gramm auf die Waage. Der Mausmaki ist ein Allesfresser und ernährt sich vorwiegend von Beeren und kleinen Insekten. Übernachtung mit Halbpension in der Grace Forest Lodge. 

3.Tag: Ein voller Tag ist vorgesehen, um den Perinet-Nationalpark und den 12.000 ha großen Mantadia-Nationalpark zu erkunden. Hier trifft man auf den größten Lemuren, den Indri-Indri, der sich durch seine schaurig klingende Rufe bemerkbar macht. Jeden Tag zur gleichen Zeit bricht im Regenwald ein großes Geschrei los, wenn die Indri-Sippen sich untereinander verständigen und somit ihre Reviere voneinander abgrenzen. Der Indri-Indri ist 70 cm groß und ca. 7 Kilo schwer. Er hat ein schwarzes Fell mit weißen Flecken und im Gegensatz zu allen anderen Lemuren nur einen kurzen Stummelschwanz. Indri-Indris  sind Vegetarier, bevorzugen die Wipfel der größeren Bäume und leben in Gruppen von mehreren Tieren. Auch fast alle Chamäleonarten sind im Schutzgebiet vertreten. Man trifft auf eine Vielzahl farbenprächtigster Schmetterlinge, in der Dämmerung surren die schwerfälligen Nashornkäfer durch die Luft. Sie übernachten in einer Lodge mitten im Primärwald mit der typischen Vegetation des regenreichen Ostens, darunter Farne, Orchideen und Edelholzbäume. Sie können auch den Privatpark des Vakôna Hotels besuchen und dort die fast handzahmen Lemuren verschiedener Arten bewundern. Übernachtungen mit Halbpension in der Grace Lodge.

4. Tag: Nach dem Frühstück fahren Sie auf den kurvenreichen Straßen des Hochlands zurück nach Antananarivo und weiter nach Antsirabe. Ob Sie unterwegs einen Blick auf den dritthöchsten Gipfel von Madagaskar werfen können (2643 m), hängt mit seinem Namen zusammen: Er heisst Tsiafajavona, was so viel bedeutet wie „immer in Wolken“. Man sieht auch viel Landwirtschaft, Mais- und Gemüseanbau. Ankunft in Antsirabe und Zimmerbezug in Ihren Hotel. Übernachtung mit Halbpension im Hotel Chambres du Voyageur.

5. Tag: Die Madagassen sind handwerklich sehr geschickt. Viele handwerklichen Techniken wurden aus der arabischen Kultur überliefert. Man findet auf Madagaskar ganze Orte, die sich auf die Herstellung von nur einem Produkt spezialisiert haben. In der Kleinstadt Ambositra zum Beispiel, wo Sie eine Pause einlegen, um einige Ateliers zu besuchen, wird das Tischler- und Schreinerhandwerk großgeschrieben. Alle erdenklichen Möbelstücke werden von Hand gefertigt und mit kunstvollen Holzeinlegearbeiten verziert. Nach dem Besuch eines Ateliers in Ambositra fahren Sie weiter nach Ranomafana, wo Sie abends antreffen. Übernachtung mit Halbpension in der Domaine Nature Lodge.

6. Tag: Im Regenwald von Ranomafana entdeckte man 1986 den Goldenen Bambuslemuren, der sich nur von den stark blausäuresalzhaltigen Bambussprösslingen ernährt. Das Gift würde die Tiere umbringen, wenn sie nicht zur Kompensation eisenhaltige Erde fressen würden. Der Goldene Bambuslemur gilt als die seltenste Lemurenart, denn bisher sind nur wenige Exemplare bekannt. Mit etwas Glück treffen Sie in dieser Gegend auf eine madagassische Boa, die bis zu 4 Meter lang werden kann. Diese Würgeschlange ist für die Menschen ungefährlich; bei einer Begegnung schlägt sie sich sofort in den Büsche und verschwindet.
Am Nachmittag besuchen Sie das Thermalbad, dem Ranomafana seinen Namen verdankt (Ranomafana heißt "heißes Wasser"). Übernachtung mit Halbpension in Ihrer Lodge.

7. Tag: Nach dem Frühstück fahren Sie nach Ranohira und machen unterwegs Halt in Ambalavao, um die Weinkeller zu besichtigen. Sie begründen den Ruf des Weines der Gegend um Betsileo. Diese Ortschaft ist auch bekannt durch ihr Papier, das man noch heute nach einer überlieferten arabischen Methode herstellt. Der aus Avohapflanzen zubereitete und mit Wasser aufgeschwemmte Brei wird zur Weiterverarbeitung in einen Holzrahmen geleitet. Nach dem Ablassen des Wassers setzt sich eine dünne Schicht auf dem Netz des Rahmenbodens ab. Die Frauen belegen sie mit frischen Blüten und Blättern, so entstehen Bilder von einmaliger Schönheit. Etwa 12km hinter Ambalavao machen Sie einen weiteren Stopp, um das kleine Reservat Anja zu besichtigen. Hier können Katta-Lemuren (Ringelschwanzmakis) in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet werden. Schließlich fahren Sie weiter über Ihosy und das Plateau von Horombe nach Ranohira. Übernachtung mit Halbpension im Hotel Isalo Ranch.

8. Tag: Weite Gebiete der madagassischen Bergwelt sind bisher für den Tourismus noch unerschlossen. Das größte zusammenhängende Bergmassiv Madagaskars ist das Isalogebirge im Südwesten. Der gesamte nördliche Bereich ist als Nationalpark ausgewiesen. Sie haben zwei Tage vor sich, um den Park während ausgedehnten Wanderungen zu erforschen. Bereits bei der Anfahrt von Ranohira zum Ausgangspunkt der Exkursionen wechselt die Landschaft mehrmals ihr Gesicht. Gelbes Steppengras umsäumt die unzähligen Termitenhügel und bizarre Sandsteinfelsen bilden ein wunderbares Farbenspiel der Natur. Je höher man aufsteigt, desto größer ist der Lohn für die Anstrengung, denn es bieten sich einmalige Ausblicke in die nahen Täler und auf die fantasievollen Gebilde des Kalksandsteingebirges mit seinen Felsen und Schluchten und seiner außergewöhnliche Fauna und Flora. Übernachtungen mit Halbpension im Hotel Isalo Ranch.

9. Tag:Nach dem Frühstück fahren Sie über eine schnurgerade Strasse, vorbei an hohen Büschen und kleinen Kaktuswäldern, unterbrochen von einigen typischen Grabstätten des Mahafaly- Stammes. Übernachtung mit Halbpension im Victory Hotel.

10. TagVormittag erfolgt die Bootsfahrt ans Meer nach Anakao, am Kanal von Mosambik. Anschließend fahren Sie mit dem Fahrzeug weiter in den Tsimanampetsotsa-Nationalpark, welcher auf einem Kalkplateau am Ufer eines Sees nur wenige Kilometer von der Küste des Kanals von Mosambik entfernt liegt. Die größte Attraktion des Parks sind die rosa Flamingos, aber auch mehrere Lemurenarten, darunter zahlreiche Kattas, können hier problemlos beobachtet werden. Während eines ersten Rundgangs an den westlichen Rand des Sees werden Sie viele Schildkröte beobachten können. Sie übernachten heute in einer kleinen Ortschaft am Meer ungefähr drei Kilometer vom Park entfernt. Übernachtung mit Halbpension im Hotel Domaine d’Ambola. 

11. Tag: Nach dem Frühstück unternehmen Sie einen ganztägigen Besuch des Parks. Der Weg zu den alten Grabanlagen bietet einen guten Ausblick auf die Trockenwaldpflanzenarten Tsimanampetsotsas (knapp 90 % aller Pflanzenarten sind hier endemisch!), welche die Hauptnahrung der hier lebenden zahlreichen Lemuren ausmachen. Übernachtung wie am Tag zuvor.

12. Tag: Vormittag erfolgt die Bootsfahrt zurück nach Tulear, da sonst die Strömung zu stark wird. Stadtbesichtigung in Tulear mit Besuch des Arboretums und des lokalen Muschelmarktes. Übernachtung mit Halbpension.

13. Tag: Heute in der Früh fliegen Sie nach Morondava. Dort angekommen fahren Sie nach Kirindy, einem Privatreservat, welches sich ca. 2 Autostunden nördlich befindet. Unterwegs passieren Sie die berühmte Allee der Baobabs. Was für ein wunderschönes Fotomotiv stellen die silbernen Stämme dar! Vor allem die Spiegelungen der Bäume auf den überschwemmten Reisefeldern lassen sich wunderbar aufnehmen. Am Weg bestaunen Sie die geflochtenen Stämme zwei Affenbrotbäume, die ineinander verschlungen gewachsen sind. Gegen Mittag kommen Sie in Kirindy an. Noch vor dem Mittagessen, bevor es heißer wird, unternehmen Sie eine erste Wanderung im Reservat. Kirindy ist nebst Ampijoroa, südlich von Majunga, einer der letzten erhaltenen Laubwälder Madagaskars, die einst einen großen Teil der Inselfläche bedeckten. Allmählich fielen ganze Baumhaine der Brandrodung zum Opfer, bis ein ganzes, unwiederbringliches Ökosystem, beinah an die Grenze der Ausrottung gebracht wurde. Heute soll der gerettete Wald von Kirindy in ein 30.000 ha großes Schutzgebiet in der Menabe Region eingegliedert werden, was einen riesigen Schritt in Sachen Naturschutz bedeutet. Das deutsche Primatenzentrum scheint von der Einzigartigkeit dieses Ortes angezogen zu sein und erforscht seit Kurzem die dort lebenden Lemuren. Und davon gibt es in Kirindy eine Menge! Denn Kirindy ist zweifellos eins der besten Schutzgebiete Madagaskars, was die Tierbeobachtung angeht. Tagsüber kann man Gruppen von niedlichen Verreaux Sifakas zwischen den Bäumen springen beobachten. Außerdem ist Kirindy die Heimat der „giant jumping rat“, einem rattenähnlichen Nager, der die ungefähre Größe eines Kaninchens hat. Die Essensreste um das Restaurant ziehen öfters Fossas (die madagassische Raubkatze) an. Am frühen Abend heißt es wieder nach Morondava zurückzufahren, wo Sie einem ganz außergewöhnlichen Naturspektakel auf halber Strecke beiwohnen. Es ist ein Privileg die Allee der Baobabs in den kräftigen Sonnenstrahlen der Abenddämmerung zu genießen. Das Einschlafen dieser Postkartenkulisse unter dem glühenden Himmel wird sicher unzählige Fotos wert sein. Zurück in Morondava übernachten Sie im Hotel Renala.

14. Tag: Heute setzen Sie Ihre Reise nach Belo sur Mer fort. Die Fahrt dorthin führt über eine wenige befahrene Sandpiste, welche tiefe Eindrücke in eine faszinierende Welt anbietet. Belo, südlich von Morondava, ist ein traditionelles, kleines Vezo-Dorf, welches einen großen Aufschwung durch die Entstehung traditioneller Schiffswerften erlebt hat. Hier werden große Lastensegler heute noch komplett aus Holz ohne ein einziges Element aus Metall gebaut.   Abends übernachten Sie in einem Bungalow der sehr schönen Anlage Ökolodge du Menabe. Übernachtung mit Halbpension.

15. Tag: Der heutige Tag dient zu einem Tagesausflug zum nah gelegenen Kirindy Mitea-Nationalpark. Wie das nördlich benachbarte Schutzgebiet besteht dieser erstaunlich wenig bekannte Nationalpark auch aus Trockenwald, und zwar aus einem der längsten zusammenhängenden Trockenwaldstreifen auf der Insel. In diesem geheimnisvollen Nationalpark leben acht Lemurenarten, darunter auch die allerkleinsten, die Bilchmakis. Zurück in Belo sur Mer übernachten Sie mit Halbpension in Ihrem Hotel.

16. Tag: Der heutige Tag steht Ihnen zur freien Verfügung. In der von Madagaskars größten Korallenriff geschützte Lagune können Sie Baden, Schnorcheln und sogar mit einer traditionellen Vezo-Boot auf See zum intakten Korallenriff zum Tauchen fahren (Tauchausflüge werden vom Hotel angeboten.) Am frühen morgen lohnt immer ein Spaziergang am Strand. Die einheimischen Fischern des Vezo-Stammes besteigen ihre fragilen Segelboote, um bis ans Ende der Lagune hinausfahren, während die mit Avocado-Creme eingeschmierten Gesichter der Vezo-Frauen sich auf den weißen Sand zuwenden, um Seeigel zu sammeln. Am späten Nachmittag müssen Sie sich langsam von diesem verschlafenen Küstenortchen verabschieden. Es erfolgt die Fahrt zurück nach Morondava. Vor dem Abendessen bleibt vielleicht etwas Zeit, um am weitläufigen Strand von Morondava zu spazieren. Morondava selbst ist nicht besonders schön. Nosy Kely, die wunderschöne Halbinsel im Süden der Stadt, brilliert mit herrlichen Stränden und einen besonderen karibischen Flair. Übernachtung mit Halbpension in Ihrem Hotel.

17. Tag: Am kleinen, ländlichen Flughafen von Morondava besteigen Sie Ihre Kleinmaschine nach Tana. Je nach Ankunftszeit wird eine kurze, Nachmittagstour durch die Altstadt möglich sein. Abends Transfer zum Flughafen und Rückflug. Ankunft am 18. Tag

   
1.Reise auf einen Blick
  1  

Die wichtigsten Infos zu dieser Reise zusammengefasst

 
2.Tourenverlauf
  1  

Detallierte Beschreibung der Route

 
3. Unterkünfte
  1  

Vorgesehene Hotels bei dieser Reise

 
4. Termine, Preise
  1  

Wann die Reise statt findet und wie viel sie kostet

 
5. Reiseinformationen
  1  

Infos zur besseren Reisevorbereitung

 
6. Insiderblick
  1  

Insiderblick
(Feedback, Bildergalerie, Reiseleiter)

7. Verlängerungsprogramm
  1  

Wo man länger bleiben kann

 
top
left right