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Spitzbergen
empfängt den Besucher mit erhabener Schönheit, blauem
Licht und, vor allem, mit einer überwältigenden
Stille. Die niedrigen Temperaturen, welche auch im Hochsommer selten
die 10 Grad überschreiten, sorgen für eine extreme
klare Luft, welche, wenn es gerade nicht bewölkt ist,
teilweise Sichtverhältnisse von bis zu 150 Kilometern schafft.
Die idealen Bedingungen für eine außerordentliche
gute Tierbeobachtung sind in der Arktis also bestens erfüllt.
Während die feurig rot flammende Mitternachtssonne ein
grandioses Naturspektakel darbietet, flanieren freche Vertreter der
arktischen Fauna umher und liefern dem passionierten Tierfotografen
fantastische Fotomotive. Walrosse
und Roben präsentieren sich sehr
gerne vor der Linse. Rentiere streifen
scheinbar unbesorgt durch die rötliche Landschaften der
Tundra, während Polarfüchse
Vögelnester plündern, um die nahrungsreichen Eier zu
stehlen. Motive größerer und imposanterer
Säugetiere werden der Kamera auch oft geliefert: Hier und da
peitscht ab du zu die Fluke eines Wals auf die
Wasseroberfläche und der allgegenwärtige Eisbär,
welcher mit einer Population von 3.000 Tieren die
größte Räuberart dieser vereisten Welt
darstellt, spioniert die Besatzung des Schiffes aufmerksam aus dem
Ufer.
Das bisher sich friedlich abspielende Bild eines unberührten
Naturparadieses droht jedoch aus dem Gleichgewicht zu geraten. Die
Sorgen erweckende Abnahme des scheinbar ewigen Eises hat eine Reihe
gravierender Probleme für das fragile Ökosystem der
Arktis ausgelöst. Auch die unmissverständlichen
Absichte einiger europäischen Staaten, die arktischen
Bodenschätze zu fördern, wenn sich die
Eisfläche immer weiter zurückzieht, lassen nichts
Gutes erahnen.
Die einsame Landesflecke unter norwegischer Krone inmitten des
arktischen Ozeans, welche einst nur von Forschern heimbesucht wurde,
ist längst kein Geheimtipp mehr. Spätestens nach dem
BBC Dokumentar-Film "Planet Erde“ will jeder Naturfreund an
Bord eines Schiffes nach Spitzbergen, um die legendären
natürlichen Schätze einer der letzten
unberührten Regionen dieser Erde zu erkunden, bevor es zu
spät ist. Es liegt aber in jedermanns Händen, dass
diese einmalige Wildnis der Naturerbe unseres Planeten für
noch viel Zeit erhalten bleibt.
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