Planeta Verde
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Infos

Mit seinen 4.000 km Länge zieht der Kongofluss wie ein gewundenes Band durch einen endlosen grünen Gürtel, der sich sich über 5.500 km von Uganda im Osten bis nach Sierra Leone im fernen Westen erstreckt, und dabei das weltweit zweitgrößte Regenwaldgebiet nach dem Amazonas bildet. Es herrscht ein undurchdringliches Gewirr aus Bäumen, voller unheimlicher Lebenswesen – das ist das Reich der Baumriesen, das Wissenschaftler erst jetzt zu enthüllen beginnen.

Man weiß jetzt zum Beispiel, dass über die Hälfte der gesamten Elefantenpopulation Afrikas zurückgezogen in den Regenwäldern des Kongobeckens lebt. Diese Wälder beherbergen auch die gesamte Weltpopulation von Flachlandgorillas, deren Bestand auf ca. 100.000 Exemplare geschätzt wird. Salzlecken im Wald, die nach Hunderten Jahren Zertrampelungen durch Tausende Füße entstanden sind, sind ein Magnet für Elefanten, Bongo-Antilopen und Sitatungas, die hier ihren Bedarf an Mineralien decken können. Hier, in der Unbekümmertheit der Lichtungen, kann sich die Schönheit Zentralafrikas in voller Pracht entfalten.

Die Republik Kongo beherbergt noch weitgehend intakte Regenwaldgebiete von enormer Größe, die einen letzten Zufluchtsort vor zunehmender Waldrodung und illegaler Jagd für eine Fülle von Tieren und Pflanzen bietet.

Am bekanntesten dürfte der Odzala-Nationalpark im Westen des Landes sein, in sich mühselig ein Gorillatourismus etablieren konnte.

Kongo ist noch ein sehr ursprüngliches Reisegebiet, welches insbesondere Afrikaerfahrene mit ein wenig Abenteuersinn anziehen wird.

Der Mangel an touristischer Infrastruktur und der schlechte Ruf der Region sind für die geringen Besucherzahlen verantwortlich. Wer Forscherschuhe anziehen will, wird mit einigen der tiefgreifendsten Erlebnisse ganz Afrikas entschädigt.

Reisezeit

In den Regenwäldern des Kongo regnet es ganzjährig gleichmäßig und ausgiebig. Ein geringeres Regenrisiko verzeichnet vielleicht die kleine „Trockenzeit“ von Juni bis September, was sich in höheren Besucherzahlen niederschlägt. Sonst können Sie eigentlich ganzjährig in den Kongo reisen. Gorillas können Sie, Regen hin oder her, immer besuchen und Reisen sind außerhalb der trockeneren Monate auch keineswegs erschwert, denn nach einem kräftigen Regenguss scheint wieder schnell die Sonne.

Reisekosten

Es ist teuer nach Kongo zu reisen. Eine Reise in die Nationalparks der Republik Kongo bedeutet oft das Verknüpfen von kostenaufwendigen Expeditionen, für deren Finanzierung man tief in die Tasche greifen muss. Momentan gibt es im Odzala-Nationalpark zwei Luxus-Lodges der gehobensten Preisskala und eine dritte Lodge mit Preisen im Mittelfeld. Auch die Permitgebühren für das Gorillatrekking sind nicht gerade günstig (trotzdem preiswerter als die in Uganda oder Ruanda). Preise ab 5.000 € exklusiv Flüge sind die Folge.

Fertige Reiseangebote

Kongo-Expeditionsreise: Im Urwald des Kongobeckens

Kongo-Expeditionsreise: Im Urwald des Kongobeckens

Eine Reise in das Kongobecken, den nach Amazonien zweitgrößten Urwald der Erde, bietet denen, die auf der Suche des Besonderen sind, einige der ursprünglichsten unvergesslichsten Reisemomente auf einer Afrika-Reise.

Knapp die Hälfte aller Tier- und Pflan...

Nachrichten

Odzala Discovery Camps – Richtlinie für das Gorilla- Trekking im Ngaga Camp

Odzala Discovery Camps – Richtlinie für das Gorilla- Trekking im Ngaga Camp

Die Flachlandgorillas im Kongobecken sind vielen Bedrohungen ausgesetzt, doch mit der Unterstützung der Forscher und der Behörden können die vom Aussterben bedrohten Arten nachhaltig geschützt werden.

Jeder einzelne Besucher der Odzala Discovery Camps trägt aktiv zum Schutz der Flachlandgorillas bei, da mit der zu zahlenden Gebühr für die Gorilla-Trekkings die Forscher, Fährtenleser und Guides direkt unterstützt werden. Für die Trekkings im Ngaga Camp gelten neue Richtlinien zum Schutz der Flachlandgorillas, es werden dabei zwei Arten von Genehmigungen erteilt.

Genehmigungen für Beobachter gewähren den Besuchern Zugang zu den beiden an die Touristen gewöhnten Gorillafamilien im Rahmen einer Wanderung. Diese Genehmigung kostet 350USD.

Forschergenehmigungen werden für gezielte Wanderungen vergeben und gehen dabei tiefer in der wissenschaftlichen Aspekt der Gorillabeobachtung. Voraussetzung dafür sind mindestens zwei absolvierte Touren als Beobachter. Diese Genehmigungen werden nach dem Ermessen der Forscher sowie nach Verfügbarkeit und nur im Ngaga Camp vergeben und kosten 500USD.

Alle Wanderungen sind auf maximal 4 Gäste begrenzt, in jeder Gruppe gibt es einen Guide und einen Fährtenleser. Während der Gorillatouren müssen die Gäste einen medizinischen Mundschutz tragen, um die Gorillafamilien vor Krankheiten zu schützen. Zudem benötigt jeder Teilnehmer eine ärztliche Bescheinigung über die eigene Gesundheit. Während der Tour ist jeder Lärm zu vermeiden.
Der respektvolle Abstand zu den Gorillas beträgt mindestens 7 Meter, um sie vor Krankheiten zu schützen und nicht zu stören. Die Strecken sind relativ einfach zu Fuß auf ebenem Gelände zu Laufen. Die westlichen Flachlandgorillas sind recht schnell und wendig, so dass für die Beobachtung manchmal längere Strecken zurückgelegt werden müssen, für die eine gewisse körperliche Fitness vorausgesetzt wird.

Schließung des Nouabalé-Ndoki-Nationalparks

Schließung des Nouabalé-Ndoki-Nationalparks

Die Wildlife Conservation Society (WCS) hat ihre touristischen Aktivitäten im Nouabalé-Ndoki-Nationalpark eingestellt. Bis ein Nachfolger gefunden wird, bleibt der Nationalpark im Norden der Republik Kongo bis auf weiteres für Tourisen gesperrt.

Der 1993 gegründete Nationalpark umfasst ein 4.200km² großes Areal intakten Flachlandwaldes, in dem bedrohte Tierarten wie Waldelefanten und Flachlandgorillas von einer Plattform aus der Vogelperspektive beobachtet werden konnten. Der Park bietet zudem einen Lebensraum für über 300 verschiedene Vogelarten und weist mit bis zu 1.000 verschiedenen Pflanzenarten auch floristisch eine hohe Diversität auf.

Die Schließung des Parks bedeutet ein schwerer Rückschlag bei der Bekämpfung der Wilderei, die mit der Förderung des von der WSC vorangetriebenen nachhaltigen Ökotourismus in der Region in Grenzen gehalten werden konnte.

Wir berichten sobald wir neue Meldungen aus dem Nouabalé-Ndoki-Nationalpark erhalten.

Wilderness Camps baut Mboko Lodge

Die aus zwölf Wohneinheiten bestehende Lodge am Ufer eines Nebenflusses des Lekoli-Flusses soll eine Low-Cost-Alternative zum luxuriösen Lango Camp. Bei gleicher Aktivitätenauswahl und hohen Wohnstandards kostet eine Übernachtung in der Mboko Lodge ca. die Hälfte als im Lango.

Ebola-Virus

Die Republik Kongo war von dem Ebola-Ausbruch 2014/15 in Westafrika nicht betroffen, obwohl einzelne Ebola-Erkrankungen im Land immer wieder vorkommen. Diese Fälle treten vor allem im Norden und Nordwesten des Landes auf (Cuvette Ouest Etoumbi und Mbomo). Diese hochfieberhafte und mit Blutungen einhergehende Erkrankung führt häufig zum Tode. Die Übertragung findet durch Kontakt zu kranken Personen und deren Ausscheidungen statt. Vermeiden Sie in jedem Fall den Verzehr von sog. „bush-meat“ - dem Fleisch von Affen, Fledermäusen und anderen Wildtieren.
Auszug aus der Webseite des auswärtigen Amtes.


Kundenfeedback

Feedback von Familie Degen: Kongo-Expedition vom 01.07.2017

Liebe Frau Sanchez,

wir hatten eine tolle Tour durch den Congo. Mit Jean-Pierre hatten wir nicht nur einen netten, sondern auch einen sehr erfahrenen Guide an unserer Seite. Alle kleineren und größeren Probleme, die in einem Land wie dem Congo auftreten können, hat er gut und schnell gelöst. Einer der besten Guides überhaupt, und wir waren schon etliche Male in Africa!!!

Den Aufenthalt in Odzala kann ich nur so beschreiben: einfach perfekt. Tolle Unterbringung in tollen Camps, nette Betreuung der professionellen Crew. Schöne Landschaften, Ausflüge auf dem Fluss und im Wald, sensationelle Tierbeobachtungen.

Mit freundlichen Grüßen aus Witten,

Christina und Detlef Degen

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