Planeta Verde
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Planeta Verde

Antarktis

Warum

Die Antarktis übte schon immer eine große Faszination auf den Mensch aus: Es ist die letzte authentische Wildnis unseren Planeten.

Wann

November bis März

Die Antarktis ist wild und immens. Es ist ein Land der Superlative.

Angezogen vom magischen Hauch des Unheimlichen, erkundeten die ersten deutschen Forscher den weißen Kontinent im Südpol bereits Anfang des letzten Jahrhunderts. Später folgte der Zeit der Forscher und Walfänger die Ankunft der ersten Touristen in den späten 50er Jahren Damals war eine solche Expedition noch sehr von einem starken Pioniercharakter geprägt. Heute ist die Antarktis ein beliebtes Ziel für Naturinteressierten geworden. Zahlreiche Dokumentationsfilme, die die natürlichen Wunder dieses letzten Paradieses preisgeben, lassen die Herzen jedes Naturliebhabers schneller klopfen. Meistens wird am zweiten Tag der Fahrt einen kurzen Landgang mit einem Schlauchboot gewagt. Zum ersten Mal betritt der berauschte Besucher den antarktischen Boden. Ein Labyrinth aus saphirfarbigen Eisbergen, glitzernden Berggipfeln, türkisblauem Wasser entfaltet sich vor den erstaunten Augen der Bootsinsassen. Und die Stille, die hier Königin ist.

Kaum ein anderer Ort übt eine größere Faszination auf den Menschen, wie diese endlose Masse aus ewigem Eis und immer vom Schnee bedeckten Gipfeln.

Warum wir Antarktis lieben

Fantastische Tierwelt

Fantastische Tierwelt

Wo sich noch kein Mensch ansiedeln konnte, bestimmt die Natur allein über das Leben der Tierarten, die sich an die Extrembedingungen dieser lebensfeindlichen Umwelt anpassen konnten. Und davon gibt es eine erstaunlich große Anzahl. Aufgrund des kaum nennenswerten Eindringens der Menschen in diese extrem kalten Gefilde konnte sich hier eine intakte Tierwelt bewahren, wie es sie nirgendwo anders auf der Erde gibt. Riesige Kolonien von Pinguinen, Meeresvögel ohne Ende, Walrösse und Robben in Massen, Schwert- und Buckelwale in großen Zahlen und dann oft nur die absolute Einsamkeit. Die Antarktis ist riesengroß und man muss wissen, wo man suchen muss. Das tut man in Begleitung von bestens ausgebildeten Naturführern, die genau wissen, wo es Spannendes zu sehen gibt.

Atemberaubende Landschaften

Atemberaubende Landschaften

Die unberührten eisbedeckten Landschaften zeitloser Schönheit sind Markenzeichen des antarktischen Kontinents und letztlich der Grund, warum sich jedes Jahr mehrere tausend Menschen unheilbar in die Antarktis verlieben.

Pure Wildnis

Pure Wildnis

Die Antarktis ist die größte und letzte Wildnis der Erde, eine weitgehend unerforschte Weite, perfekt für kühne Reisende, die Forscherschuhe anziehen möchten und eindrucksvolle Aufnahmen aus dem anderen Ende der Erde mit nach Hause nehmen möchten. Ob bei einer Zeltübernachtung auf der antarktischen Halbinsel, mit dem Zodiac entlang der zerklüfteten Küste, in einem Hubschrauber über das Packeis oder sogar mit dem Neoprenanzug bei einem Tauchgang in die eiskalten Gewässer: die Möglichkeiten der abenteuerlichen Erkundung sind divers und eindrucksvoll.

Reisekosten

Eine Expedition zur Antarktis gehört mit zu den aufwendigsten Reisevorhaben der Erde.

Zweifellos ist die Kreuzfahrt das teuerste Element einer Reise in die Antarktis. Unter 5.000 € findet der budgetorientierte Gast kaum Angebote für eine Standard-Kreuzfahrt zur antarktischen Halbinsel. Nach oben gibt es natürlich keine Grenzen. Längere Expeditionen unter Einbeziehung der Falkland-Inseln und Südgeorgien legen ab 10.000 € los.

Am preislich günstigsten reisen Sie im November und im März (der zuerst genannte Monat ist übrigens auch unser absoluter Lieblingsmonat für Reisen in die Antarktis.) Nicht selten versuchen Reedereien, Kunden mit stark reduzierten Last-Minute-Preisen anzulocken, um eine Abfahrt zu füllen. Dies trifft häufiger auf Kreuzfahrten während der weniger beliebten Monate November und März zu. Für Menschen mit viel Flexibilität lohnt es sich abzuwarten.

Aber auch die nicht unerheblichen Flugkosten sind ein wichtiger Bestandteil der Reisekasse. Fast alle Kreuzfahrtschiffe legen in Ushuaia ab, der südlichsten Stadt Argentiniens. Ushuaia zu erreichen ist sehr kostenaufwendig. Flüge ab Europa dürften mindestens 1.200 EUR kosten.

Zuletzt will man für so eine Kreuzfahrt ins Gefrierfach der Erde mit Temperaturen, die bis zu - 15 ° C reichen können, gut ausgestattet sein. Die Ausgaben für Ausrüstung hängen sehr von der Qualität der Materialien und vom Bedarf ab (schließlich können Sie vielleicht schon vieles bereits im Schrank haben.) Muss man sich alles in guter Qualität anschaffen, so zahlt man ca. 700 € dazu. Auch die obligatorische Versicherung mit Unfall- und Nottransport trägt dazu bei, die Reiseausgaben zu verteuern.

Wie ist das Wetter in Antarktis in...

Infos

Die beste Reisezeit

Der November (Frühsommer) ist die abenteuerlichste und in gewisser Hinsicht auch beeindruckendste Zeit. Die See ist noch mit Eis bedeckt, die Strände mit Schnee; die Pinguine kommen jetzt zu den Kolonien zurück und beginnen mit dem Nestbau. Die ersten Schiffe beginnen langsam mit ihren Antarktis-Reisen.

Dezember bis Januar (Hochsommer) sind die wärmsten und vom Wetter her in jedem Fall auch besten Monate für einen Besuch. Es erwartet Sie fast 24-stündiges Tageslicht, und die ersten Pinguinküken schlüpfen.

Februar bis März (Spätsommer) ist die beste Zeit für Walbeobachtungen; das Eis hat sich nun weitgehend zurückgezogen, und erlaubt Anlandungen auch weiter im Süden. Pinguinküken werden flügge, die Kolonien leeren sich jetzt langsam. Viele Pelzrobben tauchen nun auch an der Antarktischen Halbinsel auf. Schon Mitte März ist die Reisezeit in der Antarktis vorbei und der Winter hält Einzug.

Tagesablauf einer Expedition

Stellen Sie sich ein komfortables Hotel vor, mit fast soviel Crew und Staff wie Gästen, beeindruckenden Ausblicken von jedem Fenster, einer hervorragenden Küche, und einer Vielzahl von Einrichtungen, wie einer gut ausgestatteten Bibliothek und einem großzügigen Vortragsraum. Dann bewegen Sie dieses Hotel jeden Tag zu einem neuen, interessanten Ort, fügen ein Team erfahrener Experten aus der ganzen Welt hinzu, stellen sich aufregende Erlebnisse vor, wie die Begegnung mit Walen und Robben, oder Ausflüge mit Schlauchbooten - und Sie bekommen eine erste Idee Ihrer Expeditionsreise in die Antarktis.

Zugegeben, eine solche Erlebnisreise kann eine gewisse Herausforderung sein. Eines der Probleme im Mittsommer der Polargebiete ist zum Beispiel ständiges Tageslicht. Nicht, dass Sie nicht schlafen könnten – vielmehr ist die Frage, ob Sie schlafen wollen. Selbst nach einem Tag voller aufregender Erlebnisse, während sich das Schiff auf dem Weg zu seinem nächsten Ziel befindet, haben Sie das Gefühl, Sie könnten etwas verpassen: noch ein Eisberg oder Pinguin, noch ein letztes Foto von der atemberaubenden Szenerie, oder noch einmal auf der offenen Brücke vorbeischauen…

Ein typischer Tag Ihrer Erlebnisreise beginnt mit einer freundlichen Durchsage Ihres Expeditionsleiters und dem Frühstück. Am Abend vorher wurden die Pläne des heutigen Tages besprochen und ein schriftliches Programm auf die Kabinen verteilt. Kurz nach dem Frühstück könnte ein erster Vortrag stattfinden, oder aber Sie nutzen die Gelegenheit, Ihr schwimmendes Zuhause dabei zu beobachten, wie es sich seinen Weg zum nächsten Ziel bahnt. Dann kommt die Durchsage, sich bereit zu machen – Parka, Gummistiefel, wasserdichte Hose – und die erste Anlandung Ihrer Erlebnisreise kann beginnen!

Ihr Schiff hat eine Anzahl von Schlauchbooten (sog. Zodiacs), mit denen jeder schnell und sicher an Land gebracht werden kann. Zunächst sind Sie vielleicht noch ein wenig skeptisch und fürchten um Ihre Kamera, aber bald werden diese Anlandungen zur Selbstverständlichkeit. Schnell bemerken Sie auch die große Erfahrung und Routine der Expeditionsleitung – eine wichtige Voraussetzung bei allen Reisen in der Arktis und Antarktis.

Am Nachmittag könnte es eine zweite Anlandung geben, oder eine weitere Zodiacrundfahrt, vorbei an Eisbergen, Pinguinen und Robben. Wie auch immer – beim Abendessen herrscht mit Sicherheit kein Mangel an Gesprächsstoff. Gemütlich trifft man sich ohne feste Tischordnung mit Reisenden aus aller Welt.

Die Abende sind zum Ausruhen da. Aber nicht immer. Natürlich kann man sich ein gutes Buch nehmen, noch ein wenig mit den Mitreisenden in der Bar sitzen oder einen Film ansehen. Aber es gibt Alternativen: wie wäre es mit einem Besuch auf der Brücke, einem Spaziergang an Deck oder noch einem Foto? Ein großartiges Erlebnis ist es für Sie allemal – und die Expeditions-Leiter und Schiffsmannschaften werden ihr Bestes geben, damit Ihre Reise ein Erlebnis und eine wirkliche Expedition wird.

Wohin und wann reisen, wenn Sie folgende Tierarten beobachten möchten:

Kaiserpinguine

Wann? November

Wo? Weddel-Meer

Der Kaiserpinguin, die mit 130 cm größte Pinguinart, ist der einzige Pinguin, der im antarktischen Winter brütet. Sobald es April ist, brechen die Pinguine zu ihrem berühmten langen Marsch zu ihren Brutplätzen auf.

Den sturmartigen Windböen ausgesetzt rücken die Kaiserpinguinmännchen eng zusammen, um gegen die bittere Kälte besser gerüstet zu sein. Der enge Zusammenhalt in der Gruppe bedeutet für sie schlicht und einfach den Schlüssel zum Überleben. Die Bewegung der Gruppe ist nicht zufällig. Die stets kreisende Bewegung zieht die am Rand der Gruppe stehenden Pinguine ins Zentrum und daher in die ersehnte Wärme. Damit bekommt jedes Gruppenmitglied seinen Anteil an Wärme in der Mitte. In der ewigen Nacht des antarktischen Winters leuchtet am Himmel das Polarlicht. Erst wenn die ersten schwachen Sonnenstrahlen den Frühlingsbeginn ankündigen, löst sich die Pinguingruppe allmählich auf. Ungeduldig warten die Männchen, die seit 115 Tagen nichts mehr gefressen haben, auf die Rückkehr der Weibchen, die sie endlich erlösen.

Königspinguine

Wann? November bis März

Wo: Südgeorgien

Auf Südgeorgien gibt es die allergrößte Kolonie dieser Pinguingattung. Bis zu 600.000 Tiere sollen sich hier auf einer verhältnismäßig kleinen Fläche drängen. Die gigantischen Kolonien Südgeorgiens beherbergen Tiere jeden Alters, von fast neugeborenen Küken bis hin bis zu völlig ausgewachsenen Exemplaren. Die Aufzucht der Küken dauert ganze 12 Monate mit dem Ergebnis, dass sich die Königspinguine meistens nur einmal jede zwei Jahre fortpflanzen.

In der Kolonie geht laut zu. Die in großen „Kinderkrippen“ von bis zu 50.000 Jungtieren versammelten Küken warten ungeduldig auf die Rückkehr ihrer Eltern, die die meiste Zeit auf hoher See auf Nahrungssuche verbringen. Jedes der Jungtiere wird im Laufe des Winters im Durchschnitt nur dreimal gefüttert, kein Wunder also, dass sie so hungrig sind. Das eigene Kind inmitten dieser Tiermasse an der Stimme zu erkennen ist eine zeitraubende Aufgabe, die mehrere Stunden beanspruchen kann. Wenn Eltern und Kinder schließlich aufeinandertreffen, begrüßen sie sich mit wärmender Herzlichkeit. Die langersehnte Mahlzeit ist da und wird vom Elterntier direkt in den Rachen des bettelnden Kükens hochgewürgt.

Adeliepinguine

Wann? November-Februar Brutzeit

Wo? Rossmeer - Antarktis

Adelie-Pinguine sind nach Kaiserpinguinen die am südlichst lebende Pinguinart. Sie sind zahlreich vertreten und bewohnen die Küsten des antarktischen Kontinents.

Das Rossmeer ist der beste Ort der Antarktis, um Adeliepinguine im antarktischen Sommer auf einer Kreuzfahrt zu beobachten. Geschätzt eine Million dieser putzigen Vögel verbringen hier den Sommer.

Die länger werdenden Tage sind auch das Startsignal für die Pinguine: Sie verlassen das Wasser und machen sich auf den mühsamen Weg zu ihren Brutplätzen, wo die Jungtiere zur selben Zeit schlüpfen. Einen rund fünfzig Kilometer langen Gewaltmarsch über das gefrorene Eis muss von den Kurzbeinigen bewältigt werden, die sich aufgrund ihrer Körpergröße von nur 30 cm an der Sonne orientieren müssen. An den Brutplätzen sammeln sich bis zu 300.000 Tiere, um den Nachwuchs großzuziehen. Ein eindrucksvolles Spektakel!

Zügelpinguine

Wann? November-Februar Brutzeit

Wo? Südliche Sandwichinsel, südliche Shetlandinsel

Die Zahl der mit den Adelie- und Eselspinguinen eng verwandten Zügelpinguine nimmt in der Region der Antarktischen Halbinsel ständig ab. Keiner weiß so richtig warum, auch wenn Wissenschaftler die Gründe im Klimawandel vermuten. In den letzten 50 Jahren sind die Temperaturen in der Antarktis um fast drei Grad Celsius gestiegen. Auch wenn für die Besucher die ersten Anzeichen dieser allmählichen Veränderung unsichtbar bleiben, haben die paar Grade mehr eine ernstzunehmende Wirkung auf die in der Antarktis lebenden Pinguine.

Die größten Kolonien dieser Pinguinart liegen auf den südlichen Sandwichinseln und auf den südlichen Shetlandinseln.

Eselspinguine

Wann? November bis März

Wo? Falkland-Inseln, Südgeorgien

Eselspinguine sind die drittgrößte Pinguinart und die einzige Pinguinart, deren Bestand auf der Antarktischen Halbinsel in den letzten Jahren zugenommen hat. Diesen Umstand verdanken Eselspinguine der verminderten Nahrungskonkurrenz mit Walen, deren Anzahl aufgrund des Walfangs im 20. Jahrhunderts deutlich abgenommen hat.

Die wichtigsten Brutplätze für Eselspinguine, deren Namen vom eselsartigen Geschrei abgeleitet wird, mit dem die Pinguine untereinander kommunizieren, liegen auf den eisfreien flachen Küsten und auf den Inlandswiesen der Falklandinseln (mit 36 % des weltweiten Bestands) und Südgeorgien. Eselspinguine bauen Nester auf, normalerweise mit einem im Kreis angeordneten Stapel von Steinen.

Felsenpinguine

Wann? November - März

Wo? Falklandinseln, subantarktische Inseln

Mit einem Verbreitungsgebiet, das von Südamerika bis nach Neuseeland reicht, sind Felsenpinguine die am am weitesten verbreitete Pinguinart, aber auch eine der am akutesten gefährdeten. Der Gesamtbestand der Art ist in den letzten 30 Jahren um über 30 % zurückgegangen, allein auf den Falklandinseln ist die Population von Felsenpinguinen aufgrund der starken Überfischung der Gewässer um bis zu 90 % geschrumpft.

Erwachsene Felsenpinguine zeichnen sich durch einen auffälligen gelben Überaugenstreifen aus, dessen Federn hinter dem Auge stark verlängert sind und abstehen. Die Tiere kehren jedes Jahr zum selben Nistplatz auf ihren Kolonien zurück, die bis zu 100.000 Nester umfassen können.

Goldschopfpinguine

Wann? November bis März

Wo? Südgeorgien, Südliche Shetlandinseln, Antarktische Halbinsel

Goldschopfpinguine kommen nahezu zirkumpolar vor und bruten auf steilen, felsigen Hängen zahlreicher subantarktischer Inseln und auf der Antarktischen Halbinsel nördlich der Packeisgrenze. Wo sich die Pinguine außerhalb der Brutzeit aufhalten, ist bislang unbekannt, wobei vermutet wird, dass sich Goldschopfpinguine auf hoher See befinden.

Auffälliges Merkmal der Goldschopfpinguine sind die verlängerten orangefarbenen Federn an der Stirn. Im Englischen nennt man den Goldschopfpinguin „Macaroni penguin“. „Macaronis" wurden Männer im 18. Jahrhundert in englischer Umgangssprache genannt, die einen eigenen Modestil abseits vom Schönheitsdiktat entwickelten. Somit ist der Parallelismus zwischen den Hipstern von damals und den extravaganten Goldschopfpinguinen

hergestellt.

Antarktischer Seebär

Wann? November - März

Wo? Südgeorgien

Wer hätte es gedacht? Angesichts der riesigen Kolonien enormen Ausmaßes ist es kaum zu glauben, dass Seebären auf Südgeorgien Anfang des 20. Jahrhunderts durch Menschenhandel an den Rand der Ausrottung getrieben wurden. Heute freut sich der Südgeorgien-Besucher auf die dichteste bekannte Ansammlung eines marinen Lebewesens an Land. Millionen von Seebären treffen in den Buchten von Südgeorgien während der Paarungszeit zusammen. Im November liefern sich die vielen tonnenschweren Bullen aggressive Kämpfe um die Gunst der Weibchen. Von Dezember bis März können Sie die verspielten Jungtiere wunderbar fotografieren.

See-Elefanten

Wann? November - März

Wo? Südgeorgien

An den Stränden von Südgeorgien ist es eng. Seit Jahren nimmt der Bestand der See-Elefanten laufend zu. Allein eine Kolonie kann 8.000 Exemplare beherbergen. Paarungswillige Männchen erkämpfen sich ihr Revier und die Gnade der Weibchen auf brutale Weise. Ein voll ausgewachsenes Männchen kann ein Gewicht von ca. 3 Tonnen erreichen. Dominante Männchen können einen Harem von ca. 100 Weibchen bilden und ihr Recht, sich mit jeder einzelnen dieser Weibchen zu paaren, gegen mögliche Rivalen erbittert durchsetzen. Die tieftonigen Rufe der Herrscher des Strandes sind überall zu hören. Sie sind als Warnsignal zu verstehen, um mögliche Rivalen fernzuhalten.

Hartnäckige Herausforderungen werden nur mit Gewalt gelöst. Dabei werden die spitzen Zähne als Waffe eingesetzt, die gefährliche Wunden zufügen können.

Weibchen, die gerade ihre neugeborenen Babys geworfen haben, haben drei Wochen Zeit, um ihre hilflosen und mageren Jungtiere in einen kleinen prallen Specksack zu verwandeln. Gerade die kleinen Babys laufen Gefahr, von den rücksichtslosen Bullen erdrückt zu werden. Auch Menschen begeben sich in Lebensgefahr, wenn sie während der Haremszeit an Land gehen. Oft ist das Anlanden aufgrund der aggressiven Bullen fast unmöglich.

Seeleoparden

Wann? November bis März

Wo? Überall rund um den antarktischen Kontinent

Seeleoparden, so genannt aufgrund ihrer schwarzen Flecken, erinnern an wahre Leoparden nicht nur vom Aussehen her. Wie Leoparden sind Seeleoparden sehr aktive Jäger, die sich nur vor Schwertwalen in Acht nehmen müssen, und auch gerne andere Robben jagen. Pinguine stehen auch auf dem Speiseplan des Seeleoparden. Insbesondere Jungtiere, die sich zum Wintereinbruch zum ersten Mal ins Meer stürzen, werden leicht erbeutet. Mit einem gewaltigen Bruch brechen Seeleoparden den Jungtieren das Genick. Die Räuber schleppen ihre Beute aufs Meer hinaus, um Fleischstücke herauszureißen. Bei diesem Festmahl können sich Seeleoparden sehr schnell überfressen. Danach beginnen sie mit ihrer Beute zu spielen.

Krabbenfresser-Robben

Wann? Februar-März

Wo? Antarktische Halbinsel

Mit einem geschätzten Gesamtbestand von 30 Millionen Tieren sind Krabbenfresser, die am Rande des Packeisgürtels des antarktischen Kontinents leben, die zahlreichste Robbenart der Welt. Vermutlich hängen diese Rekordzahlen mit dem Rückgang der Nahrungskonkurrenten der Bartenwale, die stark gejagt wurden, zusammen.

Krabbenfresser-Robben gehören auf jeder Antarktis-Expedition zu den Must-See-Arten und können, so zahlreich wie sie vertreten sind, nicht übersehen werden.

Weddellrobben

Wann? November bis März

Wo? Überall rund um den antarktischen Kontinent

Weddelrobben, nach James Weddell, dem britischen Kapitän eines Robbenfängerschiffs benannt, leben rund um die gesamte Antarktis am Rande des Packeises und verlassen ihr Zuhause nicht mal im Winter, wo sie ein Eisloch zum Atmen offenhalten, indem sie das sich bildende Eis ständig mit den Eckzähnen benagen. Nach dem Krabbenfresser sind Weddellrobben die häufigste Robbenart in der Antarktis und mit einem Bestand von 500.000 bis 1 Million Tieren gehören sie zu den regulären Sichtungen auf einer Antarktis-Kreuzfahrt.

Wale

Wann? Februar-März

Wo? Antarktische Halbinsel, Südgeorgien

Das planktonreiche Wasser des antarktischen Ozeans zieht eine Vielzahl von Meeressäugern an, darunter zahlreiche Arten von Walen, die sich hier die Bäuche in kälteren, polaren Gewässern satt fressen, bevor sie die lange Reise in die tropischen Meere des Nordens zur Fortpflanzung antreten. Insbesondere gegen Ende des Sommers bei geschmolzener Eisplatte gibt es ausgezeichnete Chancen, Buckelwale, Zwergwale und Finnwale in den Fjorden der antarktischen Halbinsel zu sehen. Der sich zum ersten Mal ins Meer wagende Seebären-Nachwuchs lockt ab Februar eine große Anzahl von Orcas vor der Küste Südgeorgiens an.

Wanderalbatrosse

Wann? November, Februar-März

Wo? Südgeorgien

Wanderalbatrosse, mit einer Flügelspannweite von bis zu 135 cm die größte Unterart dieser Gattung, sind die wahren Meister der Lüfte und schaffen es locker, mehrere Stunden durch die Lüfte zu segeln, ohne ein einziges Mal mit den Flügeln zu schlagen. Sie brüten auf den subantarktischen Inseln. Insbesondere die kleine Prion Island nahe Südgeorgien weist eine eindrucksvolle Kolonie auf (zum Schutz der brütenden Vögel ist die Insel vom Ende November bis Anfang Januar für Besucher nicht zugänglich.) Andere große Kolonien von Albatros-Arten gibt es auf der Bird Island (ebenfalls auf Südgeorgien).

Fertige Reiseangebote

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